Unsere künstler:innen – sechsfach faszinierend
Die Ausstellung 'Ein Schloss - SechsPositionen' präsentiert sechs eigenständige künstlerische Positionen, die in dialogischer Beziehung zum historischen Ambiente des Schlosses stehen. Die Arbeiten reichen von Malerei und Skulptur bis hin zu digitalen bzw. medialen Raumkonzepten. Durch die Gegenüberstellung zeitgenössischer Kunst und baulicher Geschichte entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum, der Besucherinnen und Besuchern aller Altersgruppen einen niederschwelligen Zugang zu aktueller Kunst ermöglicht.
Sechs eigenständige Positionen treffen aufeinander – zwischen Materialität und Digitalität, zwischen skulpturaler Präsenz und medialer Transformation. Die Ausstellung versteht sich als Dialogfeld, in dem traditionelle Ausdrucksformen auf gegenwärtige Bild- und Denkweisen treffen. Von haptischer Form bis zur immateriellen Pixelstruktur entfaltet sich ein Spannungsbogen, der das Verhältnis von Raum, Wahrnehmung und künstlerischer Haltung neu verhandelt.

Manfred hellweger: Rückkehr zum wesentlichen
manfred hellweger ist ein österreichischer bildhauer, der mit holz, stein und metall markante skulpturen schafft. seine arbeiten befassen sich mit grundlegenden fragen des menschlichen daseins und spiegeln wandel, vergänglichkeit und die dynamik des lebens wider. charakteristisch sind klar reduzierte formen, bewusst verschobene elemente und eine nach unten verjüngte komposition, die seinen werken eine leichte, schwebende wirkung verleiht.
hellweger nahm an zahlreichen internationalen symposien und ausstellungen teil, seine arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen sammlungen weltweit. in einer zeit wachsender reizfülle setzt er mit seinem künstlerischen credo – zurück zum wesentlichen – ein bewusstes zeichen für klarheit und konzentration auf das essenzielle.

Sandra brugger: Intuition und naturverbundenheit
sandra brugger ist eine österreichische bildhauerin, die in pettneu am arlberg und nesselgarten in tirol lebt und arbeitet. seit ihrem abschluss an der fachschule für kunsthandwerk und design in elbigenalp im jahr 2013 arbeitet sie als freischaffende künstlerin. sie nahm an zahlreichen (inter)nationalen bildhauersymposien teil, stellte unter anderem in den usa, deutschland und italien aus und wurde 2019 mit dem 1. preis des art-awards der berufsvereinigung der bildenden künstler*innen österreichs ausgezeichnet.
ihr künstlerischer prozess ist intuitiv, meditativ und stark von natur, reflexion und spiritualität geprägt. brugger verbindet traditionelle bildhauerei mit erfahrungen aus mindset- und persönlichkeitsarbeit und schafft werke, die kraft, freude und inneren frieden vermitteln sollen. charakteristisch sind schichttechniken aus selbst hergestellter holzpaste, acrylfarben und materialien wie holz, beton oder stein. ihre arbeiten laden zur eigenen interpretation ein und verstehen sich als impulse für innere stärke, klarheit und persönliche resonanz.

Roland siegele: Form- und farbsprache neu gedacht
roland siegele wurde am 18.03.1963 in landeck/tirol geboren.
nach der ausbildung als grafiker (htbla linz) besuchte er die meisterklasse in wien, wo er seit 1982 lebt.
hier begann seine intensive auseinandersetzung mit der malerei. seit 1985 arbeitet roland in seinem atelier im wiener werkstätten- und kulturhaus (wuk).
neben der konzeption und realisation von raumgestaltungen beginnt er, durch experimente mit farbe und material, seine eigene form- und farbensprache zu entwickeln und, daraus hervorgehend, auch seine eigenen werkzeuge.

Arche goah: Kunst an der schnittstelle der digitalität
arche goah arbeitet an der schnittstelle von kunst, technologie und mensch, um erlebnisse zu schaffen, die das verhältnis zwischen raum, inhalt und publikum neu definieren.
die vision von arche goah ist es, kunst über reine betrachtung hinaus zu denken — als plattform für interaktion, dialog und gemeinsame präsenz. technologie versteht arche goah dabei als mittel, um klarheit und haltung in diese erlebnisse zu bringen, nicht als selbstzweck.
arche goah ist überzeugt, dass dann, wenn form, kontext und beteiligung zusammenwirken, räume an bedeutung gewinnen und erfahrungen tiefe entwickeln. die arbeit von arche goah zielt auf momente, die bewusst gestaltet, nachhaltig wirksam und über den augenblick hinaus relevant sind.

Simon hafele: Bewusstsein und emotionale dimensionen
Als visionärer Künstler begibt sich Simon Hafele auf eine fortwährende Suche nach den verborgenen Dimensionen menschlicher Erfahrung. Seine künstlerische Praxis bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Vorstellung und Wirklichkeit – ein Prozess des Erforschens, Fragens und Sichtbarmachens dessen, was jenseits des unmittelbar Greifbaren liegt.In seinen Arbeiten öffnet er Räume für Wahrnehmung und Reflexion. Die Bilder laden dazu ein, innezuhalten und den Moment in seiner ganzen Weite zu erfahren. Jeder Impuls für ein Werk entsteht aus inneren Regungen und Beobachtungen – aus dem Wunsch heraus, etwas zu teilen, das sich nicht vollständig in Worte fassen lässt. Simon Hafele verzichtet bewusst darauf, seine Kunst eindeutig politischen oder theoretischen Kategorien zuzuordnen. Stattdessen sucht er nach einer Form von Wahrhaftigkeit, die sich in der Tiefe der Bilder entfaltet. Seine Bildwelten berühren Fragen nach Bewusstsein, Wahrnehmung und Transzendenz – Themen, die weniger Antworten geben als vielmehr neue Perspektiven eröffnen.

Helmut siegele: Facettenreiche perspektiven
die malerei fasziniert helmut siegele seit seiner kindheit. wann immer er gelegenheit und zeit findet, sitzt er vor der leinwand. beruflich war er viele jahre bei den öbb als zugführer tätig; seit drei jahren befindet er sich im ruhestand.
an der malerei schätzt er besonders ihr breites spektrum. er arbeitet bewusst abwechslungsreich, ohne sich einem bestimmten stil zuzuordnen. diese freiheit genießt er sehr – und er hofft, dass sie in seinen arbeiten spürbar wird.
seine themen entstehen aus dem alltag. oft erkennt er erst im nachhinein, wie viele persönliche emotionen und momentane zustände sich in seinen bildern widerspiegeln – gebannt auf die leinwand.
dies ist seine zweite und zugleich letzte ausstellung. die meisten seiner werke befinden sich in privatbesitz und wurden bislang noch nie öffentlich gezeigt. in dieser ausstellung präsentiert er ein breites spektrum seiner jüngsten arbeiten
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